Musikalische Leiter und Musikdozenten am EHI

Prof. Wolfgang Güttler, Kontrabass

Wolfgang Güttler wurde 1945 in Kronstadt, Rumänien, geboren und hat an der Bukarester Musikhochschule studiert. 1971 Preisträger beim Internationalen Musikwettbewerb Genf, war er von 1975 bis 1985 Mitglied der Berliner Philharmoniker, bis er 1985 als Professor nach Köln ging. Seit 1989 ist er Solobassist im SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg und seit 1991 Professor in Karlsruhe. Seine solistische Tätigkeit führte Wolfgang Güttler nach Europa, Amerika, Asien und Japan. Er ist Gründungsmitglied des Trio Basso. Seine umfangreiche Diskographie wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet.

Boris Björn Bagger, Gitarre

Boris Björn Bagger wurde in Karlsruhe geboren. Er studierte an der dortigen Musikhochschule sowie in Freiburg bei Mario Sicca und Sonja Prunnbauer. Meisterkurse führten ihn zu Julian Bream, Narciso Yepes, Wolfgang Lendle und Siegfried Behrend. 1978 war Bagger Mitbegründer der Camerata Karlsruhe und gründete das Deutsche Gitarrenquartett. Als ständiger Gast musizierte er u.v.a. als Solist mit dem Ensemble 13 unter Manfred Reichert, im  Badischen Staatstheater Karlsruhe, mit dem Sinfonieorchester des SWR, mit der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz. Seine Vielseitigkeit bewies er bei Konzertreisen quer durch Europa und nach Kanada, ferner bei zahlreichen Aufnahmen für Rundfunk (über hundert bei fast allen Sendeanstalten der BRD, Finnland und Estland), Schallplatte (bisher über 20 CD Einspielungen) und Fernsehen (BRD und Sowjetunion). Renommierte Komponisten widmeten ihm über 30  Werke (darunter 3 Gitarrenkonzerte). 1990 wurde Boris Björn Bagger als Lehrkraft an die Staatliche Hochschule für Musik in Karlsruhe berufen. Inzwischen gehört er auch dem Ensemble der "Villa Musica" an. 1992 berief ihn die Stadt Karlsruhe zum künstlerischen Leiter der Europäischen Kulturtage. 1994 erhielt er den Musikpreis der Republik Estland (Arvo Pärt ist einer der prominenten Künstler, der diesen Preis erhielt).  2002 erhielt er den der Republik Estland für seinen Beitrag  zum Kulturaustausch.

Prof. Johannes Lüthy, Bratsche

Geboren 1961 in Bad Säckingen.

Seine Orchesterlaufbahn führte ihn nach Engagements im Orchestre de la Suisse Romande (Genf) und im Philharmonischen Staatsorchester Hamburg (Solobratscher) auf die Stelle des ersten Solobratschers im SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg.

Als gefragter Kammermusikpartner sowie als Solist konzertiert er in Nord- und Südamerika und in vielen Ländern Europas. Neben zahlreichen Rundfunkeinspielungen widmet sich Johannes Lüthy mit besonderer Hingabe dem Unterrichten. Nach einer zweijährigen Zeit als Assistent seines einstigen Lehrers, Hatto Beyerle, an der Hochschule für Musik in Hannover übernahm er 1989 eine Klasse an der Hochschule für Musik in Freiburg, seit 1996 als Professor. 2001 folgte er einem Ruf an die Hochschule für Musik in Karlsruhe.

Prof. Ulf Rodenhäuser, Klarinette

Der gebürtige Nürnberger hat am Konservatorium seiner Heimatstadt bei Richard Kätzel und an der Hochschule für Musik München bei Gerd Starke studiert sowie musikwissenschaftliche Studien an der Universität München betrieben. Zahlreiche Auszeichnungen bei Wettbewerben.
Er war von 1973 bis 1987 Soloklarinettist der Berliner Philharmoniker sowie des Sinfonieorchesters des Bayerischen Rundfunks. Als Solist hat er mit zahlreichen großen Orchestern und Dirigenten zusammengearbeitet, u.a. mit den Berliner Philharmonikern, mit den Radiosinfonieorchestern in Berlin, Stuttgart und München, mit den Bamberger Sinfonikern, mit dem Stuttgarter Kammerorchester etc.., und mit den Dirigenten Gerd Albrecht, Moshe Atzmon, Dennis Russell Davies, Dmitrji Kitaenko, Karl Münchinger, Helmut Rilling, Klaus Tennstedt u.a..
Seine zahlreichen Aufnahmen (bei DG, Philips, Bayerrecords, naxos, mdg) sind mit vielen wichtigen Schallplattenpreisen ausgezeichnet worden, darunter Cannes Classical Award, Deutscher Schallplattenpreis, Echo Klassik Preis, Cinq Lyres.
Uraufführungen bzw. Auftragskompositionen zahlreicher zeitgenössischer Komponisten, u.a. Frank Michael Beyer, Gijan Kancheli, Volker David Kirchner, Krzysztof Meyer, Lepo Sumera, Karlheinz Stockhausen und Isang Yun, runden sein Interpretenprofil ab.
Rodenhäuser wirkt seit fast 20 Jahren in der künstlerischen Leitung der staatlichen Stiftung Villa Musica Rheinland-Pfalz und leitet seit über 15 Jahren die Musikalische Akademie Stuttgart, eine erfolgreiche Kammermusikreihe. In jüngster Zeit tritt er auch erfolgreich als Dirigent, u.a. mit dem Stuttgarter Kammerorchester, in Erscheinung.
Er lehrt an der Hochschule für Musik und Theater in München die Fächer Klarinette und Kammermusik und ist konzeptionell für die Odeon Konzerte der Hochschule zuständig.

Sandor Szabo

Sandor Szabo stammt aus Siofok (Ungarn) und erhielt seine Ausbildung an der Hochschule für Musik in Freiburg i. Br. Bei Prof. Branimir Slokar. Seit 2004 ist er Mitglied der Badischen Staatskapelle.

 

Sándor Járvorkai, Geige

Der 1976 in Győr ge­borene ungarische Geiger erhielt seinen ersten Violinunterricht im Alter von drei Jahren von sei­nem Vater und trat bereits mit fünf Jahren erst­mals öffentlich auf. Er studierte zunächst an der Franz-Liszt-Musikakademie Budapest bei Prof. Ferenc Halász und wechselte dann an die Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien zu Prof. Michael Frischenschlager, wo er 2004 mit Auszeichnung abschloss. Meisterkurse bei weltbekannten Künst­lern wie Isaac Stern, Tibor Varga und Vladimir Spivakov sowie bei György Pauk, Lorand Fenyves, Stefan Ruha, Ferenc Rados und Vera Vaidman teil. Als Konzertmeister spielte Sándor Jávorkai unter der Leitung von Mariss Jansons und Marcello Viotti beim Internationalen Orchesterinsti­tut Attergau unter der Patronanz der Wiener Philharmoniker. Außerdem tritt er seit 2008 als Konzertmeister und Solist mit der Europa Phil­harmonie auf.

Solistisch konzertierte er mit renommierten Orchestern wie den Berliner Symphonikern, der Dresdner Philharmonie, der Sinfonietta Baden, dem Tonkünstler Orchester Niederösterreich, dem Savaria Symphonieorchester, der Buda­pester Philharmonie, der Philharmonie Győr, dem Nordungarischen Symphonieorchester, dem Symphonieorchester Szeged und dem Symphonieorchester Debrecen.

Konzertreisen durch Ungarn, Italien, Spa­nien,  Deutschland, Holland, Österreich, Griechenland, England, die Türkei, Japan, Malta, Tunesien, Norwegen, Ägypten, Russland, Ru­mänien und Israel sowie regelmäßige Rund­funkaufnahmen für den ungarischen Sender Radio Bartók, den österreichischen Rundfunk­sender Ö1, den Wiener Klassiksender Radio Stephansdom und den polnischen Hörfunk be­legen die vielseitigen künstlerischen Aktivitäten des jungen Geigers. Sándor Jávorkai gastierte in bedeutenden Konzertsälen wie dem Wiener Konzerthaus, dem Konzerthaus Berlin, der Phil­harmonie Luxemburg, dem Sava-Centar Bel­grad, in der "Verbotenen Stadt" in Beijing, der Philharmonie Warschau und der Opera City Tokio.

Sándor Jávorkai war Stipendiat des Herbert-von-Karajan-Centrums Wien. Die tiefe Musikalität und das virtuos leichte Violinspiel des Ausnahmetalents wurde in zahlreichen internationalen Wettbewerben mit durchwegs ersten Preisen ausgezeichnet: 1990-1994: auf­einanderfolgend jeweils 1. Preis beim Emil-Vajda-Streichinstrumente-Wettbewerb, Ungarn; 1992: 1. Preis beim János-Koncz-Violinwettbe-werb, Ungarn; 1993: 1. Preis und Sonderpreis beim Internationalen Carl-Flesch-Violinwettbe-werb, Ungarn; 1999: Sonderpreis beim Interna­tionalen Pablo-de-Sarasate-Violinwettbewerb Pamplona, Spanien; 2000: 1. Preis und Son­derpreis beim Internationalen Kammermusik-Wettbewerb Thessaloniki, Griechenland; 2003: gemeinsam mit Bruder Ádám Jávorkai 1. Platz Kodály-Wettbewerb Semmering, Österreich; 2009: gemeinsam mit Ádám Jávorkai von Jeunesse und Bank Austria als "Artist of the Year" ausgezeichnet

Washington Barella, Oboe

Geboren 1964 in Piracicaba, Brasilien.

1984-1986 Studium an der Hochschule für Musik Hannover bei Ingo Goritzki.
1988-1990 Studium an der Hartt School of Music, Hartford (USA) bei Humbert Lucarelli.

1981-1983 und 1987-1988 Solooboist im Sinfonieorchester von Campinas, Brasilien.
1990-1992 Solooboist in der Atlantic Sinfonietta, New York (USA).

Mitglied im Albert Schweitzer Oktett.

Solokonzerte mit dem Bayerischen Rundfunk, SWR Sinfonieorchester, Württemberisches Kammerorchester Heilbronn, Savannah Symphony und Annapolis Symphony in USA.

1998-1999 Lehrauftrag an der Musikhochschule für Musik Frankfurt.
Seit 1997 ständiger Dozent beim "Festival de Inverno de Campos do Jordao, Sao Paolo, Brasilien.

CD-Einspielungen:
J.S. Bach and Sons für Oboe, Cembalo und Continuo (Channel Classics), Werke von Myslivecek, Nicolai, Mozart und Bizet mit dem Albert Schweitzer Oktett (cpo), Werke von Caplet und Lickl mit dem Calamus Ensemble (Dabringhaus und Grimm).

Prof. Ekkehard Beringer, Kontrabass

Ekkehard Beringer erhielt seinen ersten Kontrabassunterricht im Alter von zehn Jahren.  Während der Schulzeit war er Mitglied des Bundesjugendorchesters und Bundespreisträger des Wettbewerbs „Jugend musiziert“.
Er studierte Orchestermusik er an den Musikhochschulen Köln und Karlsruhe bei Prof. Wolfgang Güttler sowie im Aufbaustudium Solistenklasse an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar bei Prof. Horst-Dieter Wenkel. Meisterkurse bei Ion Cheptea, Ovidiu Badila und Ulrich Lau vervollständigten seine Ausbildung. Während des Studiums war Beringer Mitglied des Jugendorchesters der Europäischen Union (EUYO). Im Alter von 24 Jahren wurde Beringer Mitglied der Münchner Philharmoniker (Leitung Sergiu Celibidache), mit 27 (stellvertretender 1.) Solokontrabassist des Gewandhausorchesters Leipzig,  mit 29 1.Solokontrabassist im Orchester der Deutschen Oper Berlin. Seit 2002 ist er 1.Solokontrabassist im NDR-Sinfonieorchester Hamburg, mit dem er auch als Solist auftrat. Weitere solistische und kammermusikalische Auftritte führten ihn u.a. in die Schweiz, nach Kroatien, Slowenien und Tschechien.
Im pädagigischen Bereich arbeitete Ekkehard Beringer als Fachdozent Kontrabass mit dem Schleswig-Holstein-Musik-Festivalorchester, der Jungen Deutschen Philharmonie und dem Bundesjugendorchester zusammen, gab Meisterkurse in Tschechien, Deutschland, den Niederlanden und Belgien.
Er spielt auf einem Instrument des venezianischen Meisters Matteo Gofriller (1659-1742).

An der HMT Hannover ist Beringer seit 2008 Professor für Kontrabass.

Prof. Ingo Goritzki, Oboe

Ingo Goritzki, gebürtiger Berliner, studierte Oboe bei Helmut Winschermann und Klavier bei Klaus Schilde an der Nordwestdeutschen Musikakademie in Detmold. Ein Studienjahr in Paris als Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes und Kurse bei Pablo Casals und Sándor Végh in Zermatt erweiterten seine musikalische Bildung.    
Mehrfach ausgezeichnet bei nationalen und internationalen Wettbewerben (Birmingham, Prag und Genf) war Ingo Goritzki zunächst Solo-Oboist im Symphonieorchester Basel (Schweiz) und später im Radio-Sinfonieorchester Frankfurt/M..    
Nach über zehnjähriger Orchestertätigkeit übernahm er eine Professur an der Staatlichen Hochschule für Musik und Theater Hannover, ehe er einem Ruf an die Stuttgarter Musikhochschule folgte.    
Ingo Goritzki musiziert mit der Stuttgarter Bläserakademie und dem Ensemble Villa Musica. Als Solist ist er mit zahlreichen Orchestern des In- und Auslands, sowie bei internationalen Festivals wie Oregon-Bach (USA), Kusatsu und Affinis (JAPAN), Isang Yun Festival (KOREA), Crusell Festival (FINNLAND), Ticino Musica (SCHWEIZ), Berliner Festwochen und Schleswig-Holstein aufgetreten. Ingo Goritzki ist Mitbegründer der Musikalischen Akademie Stuttgart und künstlerischer Leiter des Klassik-Festivals „Sommersprossen“ in Rottweil.    
Seine pädagogischen Erfahrungen vermittelt er regelmäßig bei Veranstaltungen der Internationalen Bach-Akademie Stuttgart und der Landesstiftung Villa Musica, sowie auf Meisterkursen in aller Welt

 

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Für ausländische Studienbewerinnen und Studienbewerber, die in Deutschland Musik studieren wollen:

 

Sprachliche und musikalische Vorbereitung auf die Aufnahmeprüfung an einer deutschen Musikhochschule. 

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